Piraten-Blog
Mitglieder der Piratenpartei bloggen.
Hinweis: Blogeinträge spiegeln lediglich die Meinung des Verfassers wieder und sind nicht zwingend Meinung der Piratenpartei.
Scoring Vortrag in Mainz
Geschrieben von: Patrick Walter Dienstag, den 10. April 2012 um 08:14 Uhr
Im Rahmen des Mainzer Stammtisches wird Helge einen Vortrag zum Thema "Scoring" halten. Es wird darüber gesprochen, was Scoring ist, wie Scores entwickelt werden, wer das macht und warum. Dabei geht er ganz kurz auf die rechtlichen Aspekte ein (aber IANAL). Danach darf sich gerne eine längere Diskussion über Pro und Contra des Themas anschließen.
Wir freuen uns über jeden Teilnehmer und Interessenten! Zeit: Mittwoch, den 11.04.2012 um 19:30 Uhr Ort: Vereinsheim der Mainz Athletics, Hartmühlenweg 3, Mainz
Antwortgeneratoren
Geschrieben von: Patrick Walter Freitag, den 30. März 2012 um 06:27 Uhr
Gestern Abend gab es quasi öffentlich-rechtliches Piratenfernsehen. Christopher Lauer war bei Frau Illner (ZDF), Sebastian Nerz bei Beckmann (ARD) und Bernd Schlömer bei der Phoenix Runde.
Fangen wir mit den erfreulichen Nachrichten an: Armin Laschet (CDU Vize in NRW), Christian Lindner (FDP) und Andrea Nahles (SPD) können den Piraten einige gute Ideen abgewinnen und finden, dass wir Politik (teilweise) in eine erfreuliche Richtung drücken.
Der O-Ton am Ende lautete aber immer, auch von den sogenannten Experten: "Am Ende habt ihr doch keine Antworten auf wichtige Fragen wie Schlecker, Afghanistan und Eurokrise.
Und? Jetzt? Hallo? Bitte wach werden. Wieso wollt ihr denn von UNS(!!!) Antworten auf diese politischen Fragen haben? Haben WIR die Eurokrise verursacht? Sind wir Schuld an der Einkommensscheere? Haben wir unsere Truppen in den Krieg geschickt?
Ich glaube hier darf ich mit gutem Gewissen vier mal mit NEIN antworten.
Man sollte mal Zusammenfassen, dass die Piratenpartei Deutschland sich vor nicht einmal sechs Jahren gegründet hat, damals 2006 ging es uns um die Vorratsdatenspeicherung und die Zensurproblematik ausgelöst von Frau von der Leyen (CDU). DAFÜR gingen wir auf die Straße, dafür gründeten wir unsere eigene Partei. Weil wir uns nicht verstanden fühlten von den politischen Parteien die Deutschland in der Politik repräsentierten.
Ja, wir haben innerhalb sechs Jahre über 21.000 neue Mitglieder gewonnen, den größten Teil innerhalb der letzten zwei Jahre. Ja, natürlich, wir befinden uns auch mitten in einem Selbstfindungsprozess. Bei den Piraten wird nicht ad hoc mit Delegierten innerhalb ein paar Tagen das Parteiprogramm ausgestaltet und durch die Betten gejagt. Nein, wir lassen jedes Mitglied, dass daran interessiert ist, an allem Mitarbeiten was die Piraten im Moment bewegt und in Zukunft bewegen soll. Nein, dass ist nicht schnell, aber das wollen wir auch nicht.
Ja, natürlich wir haben manchmal mehr mit uns selbst zu kämpfen als mit den Themen die wir vorantreiben wollen, dass ist aber auch dem geschuldet, auch die ganzen neuen Piraten einzubinden und manches Argument und Thema noch zweimal durchzugehen. Ja, wir wollen unsere Entscheidungen auf Parteitagen von möglichst allen Mitgliedern abstimmen lassen.
Aber ich frage nochmal: Wieso wollen ALLE etablierten Parteien die im Moment im Deutschen Bundestag sitzen und die ganzen "Experten" im Fernseh und Radio, denn unbedingt UNSERE Meinung wissen?
Wo zur Hölle ist das Problem, dass wir eben zu manchen Themen außerhalb unserer Kernkompetenzen noch keine Meinung haben? Merkt da etwa auf einmal jeder, dass der piratische Weg oftmals der Bessere ist? Wartet die FDP auf unsere Position, damit man sie kopieren kann? Wartet die SPD auf Lösungsvorschläge von uns? Wollen die Experten neue Denkweisen sehen um diese dann zu übernehmen? Anders kann ich mir nicht erklären, wieso man immer darauf beharrt, dass wir eine Meinung haben sollen.
NEIN, wir WOLLEN im Moment nicht in eine Regierungsverantwortung. Natürlich, wir würden uns nicht davor drücken, aber ich glaube in der Partei wollen viele erstmal harte Oppositionsarbeit leisten. Keine Angst, wir gehen unseren Weg und werden von Jahr zu Jahr mehr Themen, die wir besprochen, diskutiert, verbessert und auf den Weg gebracht haben, keine Angst.
Achja, noch eine Sache: Im Gegensatz zu anderen, stehen wir dazu, dass wir manche Themenfelder nicht abgedeckt haben. Wir machen daraus keinen Hehl. Weder bei dem Bürger auf der Straße, noch in irgendwelchen Medien und schon garnicht vor uns selbst. Wir sind wir. Und das ist auch gut so.
EDIT: Herr Beckmann ist natürlich bei der ARD und Frau Illner beim ZDF.
Fragenkatalog an OB-Kandidaten Mainz
Geschrieben von: Patrick Walter Montag, den 19. März 2012 um 15:07 Uhr
Die Mainzer Piraten haben einen Fragenkatalog [www] als Entscheidungshilfe zur Stichwahl zum Mainzer Oberbürgermeister ausgearbeitet und online gestellt. Die beiden Kandidaten, Günter Beck (GRÜNE) und Michael Ebling (SPD), werden gleichzeitig am Mittwoch um 19.30 Uhr zum Mainzer Piratenstammtisch kommen und sich dort nochmal genau zu den aufkommenden und bisher ausgearbeiteten Fragen stellen.
Das beide Kandidaten sich relativ kurzfristig den Fragen der Piraten stellen, ist auch dem guten Wahlkampf von unserem OB Kandidaten Matthias Heppner geschuldet, der sich mit guten Argumenten, Ideen und Fachwissen präsentierte und gleichzeitig das gemeinsam entwickelte Kommunalwahlprogramm.
Wer Lust und Interesse hat, ist natürlich gerne zum Mainzer Stammtisch eingeladen: Piraten Mainz.
Jetzt heißt es anpacken
Geschrieben von: Patrick Walter Donnerstag, den 15. März 2012 um 08:19 Uhr
Die Piraten scheinen im Zugzwang. Nach dem Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus, stand die Wahl in Schleswig-Holstein an. Darauf richtete sich bundesweit der Fokus, denn der Einzug in das Landesparlament würde den Piraten einen gewaltigen Schub versetzen, die Wörter Eintagsfliege und Piratenpartei in einem Satz wären endlich Geschichte.
Dazu wäre es die fantastische Möglichkeit, den Bürgern unsere Politik näherzubringen, zu zeigen: Wir sind kein Haufen Verrückter, die in ihrem kleinen Paralleluniversum leben. Wir wollen den Beweis antreten, dass in der Politik Transparenz durchaus möglich ist. Wenn man nur möchte.
Dann löste sich der Landtag im Saarland auf und es wurde klar: Hier muss es schnell gehen. Die saarländischen Piraten haben einen fantastischen Job bis dato erledigt und Hilfe aus dem ganzen Bundesgebiet, vor allem aus dem LV Rheinland-Pfalz, reiste - und reist immer noch - an um zu plakatieren, Infostände zu betreiben und Kaperbriefe an alle Haushalte zu verteilen.
Und gestern, am 14.03., löste sich mehr oder weniger überraschend der Landtag von Nordrhein-Westfalen auf. Neuwahlen wahrscheinlich am 06. Mai 2012. Das bevölkerungsreichste Bundesland wird einen neuen Landtag wählen. Die Piraten stehen in den Umfragen zwischen 7 und 9%. Nun heißt es auch hier: Unterschriften sammeln zur Zulassung in die Landeswahlliste, Infostände organisieren, Plakate designen, drucken und hängen, Gespräche mit den Bürgern führen und Landeslisten aufstellen.
Ja, eine CDU oder SPD mag das relativ einfach stemmen können, für uns Piraten ist das ein wahnsinniger Kraftakt. Aber wir wollen und werden das schaffen. Wir werden drei Landtagswahlen schaffen und zur Not machen wir noch eine Bundestagswahl mit. Mag überheblich klingeln, aber wir würden das schaffen. Chaos hin, Chaos her, am Ende des Tages ziehen wir alle an einem Strang und jeder arbeitet auf das eine Ziel hin. Ab in die Parlamente der Republik einziehen, die Politik verändern. Transparenz und Freiheit für die Bürger. Für das Land.
Wir freuen uns auf die nächsten Wochen. Lasst es uns angehen. Wir freuen uns über jede neue helfende Hand. Kommt vorbei, macht mit und erlebt den Faktor Piraten.
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